Doppelte Freude bei den Brillenbären

Zwillingsnachwuchs für Mutter Tinka im Tierpark Berlin

  • Brillenbär Tinka mit Jungtier
  • Brillenbär Tinka mit Jungtier

    Aus der Bärenhöhle ist derzeit deutliches Quietschen zu hören: Im Tierpark Berlin sind am 16. Januar 2026 zwei Brillenbären-Jungtiere zur Welt gekommen. Für Bärenmutter Tinka ist es der erste Nachwuchs und gleich ein Zwillingswurf. Vater der Jungtiere ist Brillenbär-Männchen Bernardo, genannt „Bernie“, der erst im Dezember 2024 aus England in den Tierpark Berlin gezogen ist. Beide Jungtiere entwickeln sich bislang gut und werden von ihrer Mutter hervorragend versorgt. In den ersten Wochen nach der Geburt bleibt Tinka mit ihrem Nachwuchs geschützt in der Höhle, wo die Kleinen gesäugt und gewärmt werden.

    „Dass Tinka in ihrem ersten Wurf gleich zwei Jungtiere großzieht, ist eine besondere Herausforderung, umso mehr freuen wir uns, wie souverän sie ihre Mutterrolle annimmt. Brillenbären leben in den Anden Südamerikas, wo ihr Lebensraum zunehmend schwindet und die Art als gefährdet gilt. Umso bedeutender ist dieser Nachwuchs auch aus Sicht des Artenschutzes“, sagt Tierpark und Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem. „Für uns ist das ein sehr schönes Zeichen dafür, dass sich die Tiere bei uns wohlfühlen und die Bedingungen für eine erfolgreiche Aufzucht stimmen.“. In der Regel bleiben Brillenbärenjungtiere die ersten drei Monate in der schützenden Höhle, bevor die Mutter entscheidet, wann sie erstmals nach draußen dürfen. Bei Zwillingen kann diese Phase auch etwas länger dauern, abhängig davon, wie sich die Jungtiere entwickeln. Aktuell erhalten Mutter und Nachwuchs daher größtmögliche Ruhe. Bild- und Videoaufnahmen stammen ausschließlich von den vertrauten Tierpfleger*innen, um Störungen so gering wie möglich zu halten. „Das Geschrei mag für Außenstehende herzzerreißend klingen, ist aber ein ganz normales und sogar positives Zeichen für vitale Jungtiere“, erklärt Kurator Martin Kränzlin. „Die Kleinen melden sich regelmäßig bei ihrer Mutter und Tinka reagiert sehr aufmerksam auf jedes Geräusch. Besser könnten die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Aufzucht kaum sein.“

    Wichtiger Beitrag zum Artenschutz

    Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) gilt der Brillenbär als gefährdet. Zu den Hauptbedrohungen in seinem natürlichen Verbreitungsgebiet in Südamerika zählen die Zerstörung seines Lebensraums durch Abholzung der Wälder sowie die Umwandlung dieser Flächen in landwirtschaftliche Nutzgebiet. Das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Brillenbären wird von Zoo-Säugetierkurator Dr. Florian Sicks und damit aus Berlin koordiniert. Ziel ist es, durch gezielte Nachzucht langfristig zum Erhalt der bedrohten Tierart beizutragen.

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