Guck mal, wer da quietscht

Freude im Doppelpack: Nachwuchs bei den Roten Pandas im Tierpark Berlin

Was die Tierpfleger*innen bereits seit Wochen vermuten, hat sich nun offenbart: Bei den Roten Pandas im Tierpark Berlin gibt es niedlichen Zwillingsnachwuchs. Noch mit geschlossenen Äuglein heben die beide Fellknäule immer wieder vorsichtig den Kopf und rücken dann gleich wieder dicht an ihre Mama heran. Am 3. Juli 2022 entdeckten die Tierpfleger*innen erstmals, dass Panda-Weibchen Shine (8) Nachwuchs in ihrer Höhle zur Welt gebracht hat. Die Zwillinge sind erst ungefähr so groß, wie ein Meerschweinchen. Rote Pandas bringen anfangs nur etwa 100 g auf die Waage, sind blind und hilflos. Erst nach etwa fünf Wochen öffnen die Kleinen zum ersten Mal ihre Augen. „Inzwischen sieht man sogar auch schon mal, wie die Mutter ihren Nachwuchs von einer Höhle in die andere trägt“, erklärt Kurator Dr. Florian Sicks. „So früh waren die Jungtiere noch nie für die Tierparkgäste zu sehen. Ein bisschen Geduld und Glück braucht man aber schon. Es wird noch einige Wochen dauern, bis die erste tierärztliche Untersuchung ansteht und sie ihre ersten Impfungen und den Chip bekommen.“ Bis dahin wird sich ihnen niemand nähern und allein Mutter Shine entscheidet, wo sich die junge Familie aufhält.

„Die größte Bedrohung für den Roten Panda stellt die anhaltende Lebensraumzerstörung im Himalaya-Gebirge dar“, berichtet Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Ihr Lebensraum erstreckt sich neben Nordindien auch auf die Bergregionen Nepals, Bhutans, Burmas und Chinas. Dort treffen sie gelegentlich auf ihre Verwandten, die Großen Pandas.“ Shine und ihr Partner Joel (7) kamen im Februar 2020 auf Empfehlung des weltweiten Erhaltungszuchtprogramms (GSMP) aus dem indischen Padmaja Naidu Himalayan Zoological Park in Darjeeling an die Spree. Nach einer Tragzeit von rund 130 Tagen kam noch im selben Jahr Töchterchen Loha auf die Welt, die inzwischen im Zoo Pairi Daiza in Belgien lebt. Im darauffolgenden Jahr kam Söhnchen Urs hinterher. Er ist in diesem Jahr nach Alborg gezogen. Jeder Nachwuchs bei diesen stark gefährdeten Tieren ist ein kleiner Hoffnungsschimmer für das Überleben der gesamten Art.

Hintergrund:

Kleine Pandas sind nicht direkt mit den berühmten Großen Pandas verwandt. Sie gehören einer eigenen Familie, den „Katzenbären“, an. Dennoch teilen sie viele Eigenschaften mit ihren Namensvettern. So ernähren sie sich ebenfalls hauptsächlich von Bambus. Auch haben sie – wie Große Pandas – einen verlängerten Handgelenkknochen, den sie wie einen Daumen zum Festhalten von Bambusstangen nutzen. Die Patenschaft der Roten Pandas im Tierpark Berlin hat der 1. FC Union Berlin übernommen. Gemeinsam mit dem Tierpark beginnt nach der Bestimmung des Geschlechts die Namenssuche.

Schon gewusst…

…dass Rote Pandas von ihrem Entdecker einst als die „schönsten Säugetiere der Welt“ bezeichnet wurden?

…dass im Tierpark zum ersten Mal 1961 drei Katzenbären der Berliner Öffentlichkeit vorgestellt wurden?

...dass Rote Pandas dichte Haare an den Sohlen ihrer Pfoten haben? Die sind Stoppersocken und Kälteschutz in einem.

…dass Kleine Pandas aufgrund ihrer leuchtend roten Fell Farbe auch Feuerfuchs genannt werden?

…dass Rote Pandas enger mit Waschbären als mit Großen Pandas verwandt sind?

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Heute, 9. Dezember
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Letzter Einlass: 15:30 Uhr
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Am Tierpark 125, 10319 Berlin

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