Afrikanischer Elefant

Zoo und Tierpark Berlin setzen sich für ein friedliches Zusammenleben zwischen Elefant und Mensch in Namibia ein.

Projektinfo

  • Projektpartner

    Elephant Human Relations Aid (EHRA)

  • Tierart

    Afrikanischer Elefant (Loxodonta Africana Africana)

  • Bedrohungsstatus laut IUCN

    Stark gefährdet (EN)

  • Einsatzort

    Ugab-Fluss Region, Namibia

  • Größte Bedrohung durch

    Wilderei (vor allem für Elfenbein) und Lebensraumverlust

  • Lösungsansatz

    Schaffung geschützter Wasserstellen, Errichtung natürlicher Abwehrsysteme, Schulung der Bevölkerung im sicheren Umgang mit Elefanten

Bedrohungsstatus laut IUCN

Groß, schwer und stark gefährdet

Afrikanische Elefanten gelten als die größten an Land lebenden Säugetiere weltweit und ausgewachsenen Männchen können bis zu 7.000kg auf die Waage bringen. Sie bewohnen Savannen, Wälder, Buschlandschaften und Wüstenregionen zahlreicher Länder südlich der Sahara. Nach Angaben der Weltnaturschutzunion (IUCN) werden Afrikanische Elefanten als „stark gefährdet“ eingestuft. Trotz verschiedener Schutzmaßnahmen gehen die Bestände weiterhin zurück. Eine wesentliche Ursache ist die Wilderei, die vor allem durch die anhaltende Nachfrage nach Elfenbein begünstigt wird. Jährlich werden etwa 20.000 Afrikanische Elefanten illegal getötet. Zusätzlich setzen der Verlust natürlicher Lebensräume, das Bevölkerungswachstum und damit die Zersiedlung der Lebensräume in vielen Regionen, sowie zunehmende Konflikte zwischen Mensch und Tier den Beständen im natürlichen Lebensraum weiter zu.

Elefant-Mensch Konflikt um Wasser

In zahlreichen Regionen der Welt führen die Ausbreitung menschlicher Siedlungen und die zunehmende Nutzung von Flächen für die Landwirtschaft zu immer häufigeren Konflikten zwischen Menschen und Wildtieren. Dies gilt insbesondere für Elefanten, die bei der Suche nach Wasser und Nahrung mitunter in Dörfer und auf Felder gelangen. Vor allem in der trockenen Wüstenregion Namibias, die durch Wasserknappheit und langanhaltende Dürreperioden geprägt ist, stehen sowohl Menschen als auch Tiere vor besonders großen Herausforderungen und schwierigen Lebensbedingungen.

Unterstützung im richtigen Umgang mit Elefanten

Der Tierpark Berlin unterstützt ein Elefantenschutz-Projekt im Norden Namibias, welches sich ganz auf den Schutz von Namibias Wüstenelefanten fokussiert. In Zusammenarbeit mit der lokalen Partnerorganisation EHRA (Elephant-Human Relations Aid) werden Gemeinden darin geschult, das Verhalten von Elefanten besser zu verstehen und Begegnungen mit den Tieren sicher zu bewältigen. Darüber hinaus werden konkrete Maßnahmen umgesetzt, um Konflikte zwischen Mensch und Elefant zu verringern. Dazu gehört unter anderem die Errichtung geschützter Wasserstellen und die sichere Verwahrung von Lebensmitteln. Darüber hinaus werden natürliche Abschreckungsmethoden wie blinkende Solarlichter und der Anbau von Chili-Pflanzen eingesetzt, um Elefanten von landwirtschaftlichen Flächen fernzuhalten. Dadurch trägt der Tierpark Berlin dazu bei, Mensch-Elefant-Konflikte zu reduzieren und ein langfristig friedliches Zusammenleben zu fördern.

Fotos vor Ort: © EHRA

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