Von Berlin nach Budapest

Als eines der letzten Tiere aus dem alten Krokodilhaus hat nun Mississippi-Alligator Eugen (46) den Tierpark in Richtung Budapest verlassen.

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Im Zuge der engeren Zusammenarbeit zwischen Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung und Tierpark Berlin wird auf dem Gelände des alten Krokodilhauses am nördlichen Rand des Tierparks bald ein neues Forschungsgebäude entstehen. Der Rückbau des Gebäudes soll zum Ende des Jahres beginnen, so dass 2023 die Bauarbeiten für das neue Forschungsgebäude starten können. Die Fertigstellung des Erweiterungsbaus ist für 2025 geplant. „Durch dieses Projekt stärken wir nicht nur den Wissenschaftsstandort Berlin, sondern leisten auch einen bedeutenden Beitrag zum Fortschritt auf dem Gebiet des Tier- und Artenschutzes. Dieses übergeordnete Ziel verbindet unsere beiden Einrichtungen miteinander, auch über den tiermedizinischen Alltag hinaus“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. Als eines der letzten Tiere verließ nun Mississippi-Alligator Eugen (46) das Haus in Richtung Budapest. „Vom Gang in die spezialangefertigte Kiste über den Transport bis hin zur Ankunft im Zoo Budapest, verlief der Transport völlig reibungslos“, berichtet Kurator Matthias Papies. „Dies verdanken wir vor allem der sorgfältigen Vorbereitung durch unsere Tierpfleger*innen, die ihn monatelang an seine Transportbox gewöhnt und ihn bis in sein neues Zuhause begleitet haben.“ Dort hat sich die 150 kg schwere und knapp vier Meter lange Panzerechse inzwischen gut eingelebt und wartet auf die Gesellschaft eines Weibchens. Seine langjährige Gefährtin aus dem Tierpark Berlin, die ihn ursprünglich begleiten sollte, ist kurz vor der Abreise an einem Darmdurchbruch überraschend verstorben.

Hintergrund Krokodilhaus
Forschung ist heute eine wichtige Grundlage für die Arbeit moderner Zoos und das Leibniz-IZW ist hierbei ein wichtiger Partner für die Zoologischen Gärten Berlin. Neue, wissenschaftliche Erkenntnisse helfen dabei, den Bedürfnissen von Tieren in menschlicher Obhut noch besser gerecht zu werden. Darüber hinaus bilden sie die Grundlage, um bedrohte Tierarten weltweit besser zu schützen. Um die Forschungsarbeit vor allem im Bereich der Zellbiologie weiter vorantreiben zu können, benötigt das Leibniz-IZW mehr Platz. Das neue Forschungsgebäude soll am nördlichen Rand des Tierparks – auf einer Teilfläche des bisherigen Krokodilhauses – entstehen. Das 1987 eröffnete Gebäudeheute ist heute nicht mehr nachhaltig zu betreiben. Durch das Projekt wird nicht nur eine direkte Verbindung zwischen Leibniz-IZW und Tierpark geschaffen, die Baumaßnahmen finanzieren dem Tierpark auch den Rückbau des nicht mehr sanierungsfähigen Krokodilhauses. Das Gebäude allein ist für etwa 10% des gesamten Wärmebedarfs des 160 Hektar großen Tierparks verantwortlich und hat einen jährlichen Energieverbrauch der dem von rund 150 nicht sanierten Einfamilienhäusern entspricht.

Viele der bisher im Krokodilhaus untergebrachten Tiere sind bereits in das Alfred-Brehm-Haus oder andere Bereiche des Tierparks umgezogen. Andere zogen in enger Abstimmung mit den Europäischen Erhaltungszuchtprogrammen (EEP) in den Zoo oder in andere zoologische Einrichtungen um.

Öffnungszeiten

Heute, 22. April
9:00 - 18:30 Uhr
Letzter Einlass: 17:00 Uhr
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Fütterungen & Trainings

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