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Trauer um Harfan

Vater der Sumatra-Tiger-Vierlinge musste eingeschläfert werden

 

Der Tierpark Berlin trauert um Sumatra-Tiger Harfan. Nachdem der stattliche Tiger-Kater (12) in den vergangenen Tagen die Nahrung verweigerte und sich sein Zustand rapide verschlechterte, brachte eine Untersuchung im benachbarten Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) die traurige Gewissheit. Ein Team aus fünf Tierärzten, darunter auch Prof. Dr. Thomas Hildebrandt vom IZW, stellte anhand von Computer-Tomographie, Gastroskopie und Ultraschalluntersuchungen fest, dass Harfan an einem fortgeschrittenen Leber- und Nierenversagens litt. „Für dieses Krankheitsbild gibt es keine Behandlungsmöglichkeiten. Da sein Zustand bereits sehr schlecht war, haben wir entschieden, ihm weitere Leiden zu ersparen und ihn einzuschläfern“, berichtet Tierpark-Tierarzt Dr. Andreas Pauly. Der Verlust des Katers ist für den Tierpark Berlin ein herber Schlag: „Sumatra-Tiger zählen zu den am stärksten bedrohten Großkatzen der Erde. Daher ist der Tod von Harfan ein trauriger Rückschlag für uns und das gesamte internationale Erhaltungszuchtprogramm“, erklärt der Zoologische Leiter Christian Kern.

Der Sumatra-Tiger zählt zu den seltensten Großkatzen der Erde. Eine der letzten Hoffnungsschimmer für diese majestätische Großkatze sind die Zoologischen Gärten mit ihren international koordinierten Erhaltungszuchtprogrammen. Für den Sumatra-Tiger gibt es einen „Global Species Management Plan“ (GSMP), der alle regionale Erhaltungszuchtprogramme, wie zum Beispiel das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) zusammenführt und entsprechend global plant, um den Erhalt einer so bedrohten Tierart noch erfolgreicher sichern zu können. In diesem Zuge kamen Harfan und Mayang Ende 2013 in den Tierpark Berlin.

Auf die Anlage, die Harfan bisher bewohnte, ziehen nun seine am 4. August 2018 geborenen Vierlinge Willi, Oscar, Seri und Kiara zusammen mit Mutter Mayang (9). Sie können nun zwischen ihrer Außen- und der Innenanlage pendeln.