Herzklopfen auf der Afrikanischen Savannenlandschaft

Kleiner Bulle bei den seltenen Rothschild-Giraffen geboren

Im Tierpark Berlin gibt es langhalsigen Nachwuchs. Am 28. April hat Giraffenkuh Katharina (21) ein Jungtier zur Welt gebracht. Das männliche Kalb ist wohlauf, trinkt regelmäßig bei seiner Mutter und steht bereits erstaunlich sicher auf seinen langen Beinen.

„Die Geburt ist sehr gut verlaufen und Mutter und Jungtier verhalten sich genauso, wie wir es uns wünschen“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Katharina ist auch eine erfahrene Mutter, für sie ist es bereits der zehnte Nachwuchs.“ Schon 2024 brachte sie die kleine Emily im Tierpark Berlin zur Welt. Vater des aktuellen Nachwuchses ist erneut Giraffenbulle Jabulani (14). Auch Schwester Emily sowie die beiden Halbgeschwister Berti und Odin, die ebenfalls 2024 zur Welt kamen, sind weiterhin Teil der Herde und erkunden ab heute zusammen mit ihrem Geschwisterchen die Außenanlage. Einen Namen hat der kleine Bulle noch nicht. In ihrem natürlichen Lebensraum gibt es nur noch etwa 1.400 Rothschild-Giraffen. Mit dem aktuellen Jungtier wächst die Herde im Tierpark Berlin auf zwölf Tiere. Ziel der Erhaltungszucht in Zoologischen Gärten ist es, gesunde und genetisch vielfältige Bestände bedrohter Tierarten außerhalb des natürlichen Lebensraumes zu sichern.

Das nächste Jungtier kündigt sich bereits an: Giraffenkuh Maude (20) ist ebenfalls trächtig. Mit weiterem Nachwuchs wird jedoch frühestens Anfang Juni gerechnet. Bei den aktuellen frühlingshaften Temperaturen sind Katharina und ihr Jungtier ab heute auf der Außenanlage zu sehen.

Hintergrund

Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN werden Giraffen in ihrem Gesamtbestand seit einigen Jahren als „gefährdet“ gelistet. Bei einigen der acht Unterarten sinken die Populationszahlen. Der Tierpark Berlin trägt nicht nur mit seiner Erhaltungszucht und seiner Herde von nunmehr zwölf Tieren außerhalb des natürlichen Lebensraumen zum Erhalt der Giraffen bei. „Berlin World Wild“, das Artenschutzprogramm von Zoo und Tierpark Berlin, unterstützt das Wild Nature Institute in Tansania, um die Giraffen in ihrem natürlichen Lebensraum besser zu schützen. Die Wissenschaftler*innen des Wild Nature Institute erforschen die Giraffen vor Ort, um wirkungsvolle Maßnahmen zum Giraffenschutz empfehlen zu können. Zudem betreiben sie Umweltbildung, um vor allem bei Schulkindern in Tansania eine Faszination für das größte Landsäugetier der Welt zu wecken.

Opening hours

Today, 30. April
9:00 - 18:30
Last admission: 17:00
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Feedings & Trainings

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