Wiederauswilderung von Wildpferden

Neue alte Heimat für die bedrohten Przewalski-Urwildpferde

Früher besiedelte das Urwild- oder Przewalskipferd die winterkalten Steppen Asiens von Kasachstan bis China. Mit der letzten Sichtung eines freilebenden Urwildpferdes im Takhi-Tal (Tal der Wildpferde) in der Mongolei im Jahr 1969, galt es als ausgerottet. Ab 1985 begann man mit der Rückführung von Nachzuchttieren aus Zoologischen Gärten in die ursprüngliche Heimat – ab 1985 nach China und ab 1992 in die Mongolei.

Der Tierpark Berlin hilft aktiv bei der Wiederansiedlung der Urwildpferde

Seit 1958 hält der Tierpark Berlin Wildpferde und beteiligt sich schon seit 1963 an der Erhaltungszucht. Hierfür werden seit 1959 alle Wildpferde in einem Internationalen Zuchtbuch im Zoo Prag dokumentiert und die Zucht seit 1986 europaweit in einem vom Zoo Köln koordinierten Erhaltungszuchtprogramm gemanagt. Insgesamt reisten bisher 17 im Tierpark Berlin geborene Przewalskipferde in verschiedene Kooperationen zurück in die Heimat ihrer Vorfahren. 1985 und 1990 flogen insgesamt elf Tiere nach China, 1998 fünf Tiere ins Takhi-Tal in die Mongolei und zuletzt reiste die Stute „Barca“ 2013 in die Mongolei in den Gobi B-Nationalpark. Nach einem Jahr der Eingewöhnung wurde „Barca“ im Sommer 2014 dann endgültig in die Gobi B gelassen.

Der Erfolg der Bemühungen zahlt sich aus: Im Freiland in China und der Mongolei leben heute wieder fünf Population, sodass der Bedrohungsstatus der Przewalski-Urwildpferde in der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) seit 2011 von „Im Freiland ausgestorben“ auf „Bedroht“ heruntergestuft werden konnte. Ein Erfolg von Zoos!

Weitere Informationen unter www.takhi.org

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