Sumatra-Tiger

Der Tierpark Berlin engagiert sich gemeinsam mit dem WWF für den Schutz der vom Aussterben bedrohten Sumatra-Tiger.

STECKBRIEF

Herkunft
Indonesische Insel Sumatra

Lebensraum
Tiefland- bis Hochlandregenwälder und Torfmoorwälder; Sumpfgebiete

Nahrung
Groß- und Kleinsäugetiere: Hirsche, Wildschweine, Rinder, Kaninchen

Bestand
rund 400 Tiere in der Wildbahn

Größe
Gesamtlänge 2,20 bis 2,70 m, Schulterhöhe ca. 75 cm

Gewicht
Männchen 100 bis 140 kg, Weibchen 75 bis 110 kg

Brut-/Tragzeit:
ca. 100 Tage

Erreichbares Alter
ca. 20 Jahre in menschlicher Obhut, 15 Jahre im natürlichen Lebensraum

Hoffnung für den Sumatra-Tiger
Der Tierpark Berlin setzt sich seit vielen Jahren aktiv und äußerst erfolgreich für den Erhalt der vom Aussterben bedrohten Sumatra-Tiger ein: Seit den 1960er Jahren wurden im Tierpark bis heute 119 Jungtiere geboren, welche in Zoos auf der ganzen Welt zogen und dort abermals durch ihren Nachwuchs zur Erhaltung der Art beigetragen haben.

Mehr Platz und Abwechslung
Das historische Alfred-Brehm-Haus im Tierpark wird derzeit zu einem thematisierten Regenwaldhaus umgebaut. Damit auch die Außenanlagen der Sumatra-Tiger umgestaltet und den heutigen Erkenntnissen der Wildtierhaltung angepasst werden können, bedarf es der Unterstützung des „Team Tiger Berlin“: Die mit Wasser gefüllten Schutzgräben sollen zugeschüttet werden, damit die Tiger dort rund doppelt so viel Fläche bekommen. Eine üppige Bepflanzung und dem Tieflandregenwald nachempfundene Landschaftsgestaltung sollen den Tieren Rückzugsmöglichkeiten bieten. Die Besucher werden die Tiger künftig beim Baden im neuen, naturnahen Badeteich durch eine große Panoramascheibe aus nächster Nähe erleben können.

Der WWF-Rettungsplan

Anti-Wilderei-Maßnahmen und  bessere Strafverfolgung
Zur Eindämmung der illegalen Jagd auf Tiger und ihre Beutetiere schult der WWF staatliche Ranger und stattet sie mit Metalldetektoren aus, um die gefährlichen Schlingfallen schneller aufzuspüren. Um Wilderer samt Hintermännern dingfest zu machen, intensiviert er seine Zusammenarbeit u.a. mit Polizei und Justizbehörden.

Abholzung stoppen und  letzte Tiger-Lebensräume bewahren
Der Hunger nach Flächen für Palmöl-, Kautschuk- und Zellstoffgewinnung nimmt nicht ab. Darum sorgt der WWF dafür, dass Schutzgebiete besser gemanagt und durch grüne Korridore verbunden werden. Aktuell hat die Sicherung einer der letzten Regenwälder im Zentrum Sumatras hohe Priorität. Die Rimbang-Baling-Landschaft ist eine wichtige Verbindung zwischen bestehenden Schutzgebieten und deshalb für den genetischen Austausch unter den Tigern unabdingbar.

Alternativen zur Wilderei schaffen
Der Hauptgrund für Wilderei ist oft Armut. Tigerschutz beginnt daher bei der lokalen Bevölkerung. Geht es den Menschen gut, sind sie resistenter gegen das scheinbar lukrative Wilderei-Geschäft und offener für den Tigerschutz. Der WWF setzt mit den Gemeinden Konzepte zur nachhaltigen Wald- und Plantagenwirtschaft um, unterstützt sie bei der Vermarktung ihrer lokalen Produkte und baut mit ihnen Ökotourismus als Einnahmequelle auf.

Werden Sie Mitglied im "Team Tiger Berlin"!
Unterstützen Sie den Tierpark Berlin dabei, eine doppelt so große Außenanlage zu schaffen, in der auch wieder Nachwuchs gezüchtet werden kann – und den WWF bei der Anti-Wilderei-Arbeit und der Erhaltung von letzten Tiger-Lebensräume auf Sumatra. Werden Sie Mitglied im "Team Tiger Berlin"!

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