Java-Leopard auf Java (Indonesien)

Java ist die bevölkerungsreichste Insel der Welt. Schätzungen gehen davon aus, dass weniger als 10% der ursprünglichen Regenwälder Javas erhalten geblieben sind. Diese Wälder sind Heimat des Java-Leoparden (Panthera pardus melas), welcher der IUCN zufolge vom Aussterben bedroht ist.

Durch die Ausbreitung des Menschen nehmen seit 2003 die Konflikte zwischen Menschen und Leoparden deutlich zu, besonders Übergriffe von Leoparden auf Haustiere erfolgen regelmäßig. Als Beispiel: im Gunung Sawal Wildlife Reserve in Westjava wurden zwischen 2003 und 2016 zehn Unfälle oder Konflikte mit Leoparden registriert. Zum größten Teil enden diese Konflikte mit Verletzungen oder dem Tod für die Leoparden. Bei einem geschätzten Bestand von weniger als 500 Tieren ist jeder Verlust gravierend für den Bestand. Ein Indiz für die Zunahme solcher Mensch-Tier-Konflikte ist, dass verletzt aufgegriffenen Tiere in Auffangstationen oder Zoologische Gärten transportiert und dort veterinärmedizinisch behandelt werden.

Um intelligente Schutzmaßnahmen für die Leopardenpopulation im Gunung Sawal Wildlife Reserve zu erarbeiten und umzusetzen, müssen zuvor die spezifischen Bedingungen und Bedrohungsfaktoren untersucht werden. Vor diesem Hintergrund startete im November 2016 (bis Februar 2017) eine Untersuchung zum Bestand des Java-Leoparden und der Habitatqualität sowie zu den soziökonomische Verhältnissen der ansässigen Bevölkerung im Gunung Sawal Wildlife Reserve, welche anteilig durch den Tierpark Berlin ermöglicht wurde. Die Studie erfolgt in Kooperation mit dem indonesischen Forst- und Umweltministerium, dem Javan Leopard Conservation Forum, der KASI Foundation, Taman Safari Indonesia Bogor und weiteren Partnern. Abschließende Ergebnisse werden 2017 erwartet.

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