Tierpark Tier-News

Babyboom im Tierpark Berlin

Tierisch viel Nachwuchs bei Äffchen, Rothunden und Co.

Frühlingserwachen im Tierpark Berlin: In den letzten Wochen gab es im Tierpark Berlin besonders viel Nachwuchs. Ab sofort können beispielsweise diese Jungtiere beobachtet werden:

 

Kattas sorgen für Aufregung im Tierpark
Schon lange wird vergebens auf Nachwuchs bei den Kattas gewartet. Eddi, das einzige Männchen bei den Kattas, hat mit 26 Jahren bereits ein stattliches Alter erreicht. Umso größer war die Freude unter den Tierpflegern, als am 23. März 2015 die Mutter Mandy ein Junges zur Welt brachte. Das kleine Katta-Baby sitzt die meiste Zeit des Tages auf dem Rücken oder Bauch von Mutter Mandy  – ob es ein Mädchen oder Junge ist, bleibt vorerst sein süßes Geheimnis.


Gleich sieben Welpen bei den seltenen Rothunden

Ebenfalls am 23. März wurden im Tierpark Berlin sieben Rothunde geboren. Die ersten fünf Wochen wuchsen die Rothund-Welpen in einer von ihrer Mutter selbstgegrabenen Wurfhöhle abseits der Besucher heran. Seit einigen Tagen nun beginnen die jungen Hunde ihr Gehege zu erkunden, wo sie die übrigen Rudelmitglieder freudig zum Spielen auffordern.  Erst zum dritten Mal in der über 25-jährigen Haltungsgeschichte des Kiangsi-Rothundes, wachsen im Tierpark Berlin Jungtiere heran. Insgesamt leben nun elf Rothunde im Tierpark Berlin. Rothunde sind in Asien von Indien über China bis nach Java verbreitet. Die im Tierpark Berlin gezeigte Unterart (Cuon alpinus lepturus) stammt aus Mittelchina, wo sie insbesondere Waldgebiete bewohnt. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) stuft den Bestand des Rothundes als bedroht ein. Auch in Zoologischen Gärten ist der Rothund nur noch selten zu finden. Die sieben in Berlin geborenen Jungtiere sind daher ein wichtiger Beitrag zum Europäischen Erhaltungszuchtprogramm dieser Art.


Die Takine bekommen weibliche Unterstützung


Das Mishmi-Takin-Mädchen Chanel wurde am 20. März geboren. Für seine Mutter Charlotte ist es das dritte Jungtier. Sie kümmert sich liebevoll um ihren wolligen Nachwuchs. Auch bei den Goldtakinen gab es Nachwuchs: Am 25. März brachte Mutter Zhouzi ein Mädchen (Zhaoze) zur Welt. Takine leben ursprünglich in den südöstlichen Ausläufern des Himalayas und zählen zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten. Der Tierpark Berlin ist international für die Haltung und Zucht des Takins bekannt. Insgesamt leben 22 Takine aus drei Arten -  11 Mishmi-Takin, sieben Goldtakine und vier Sichuan-Takine - im Tierpark Berlin.

Europaweit erster Nachwuchs bei den seltenen Giraffengazellen seit 49 Jahren

Knapp acht Wochen ist Giraffengazelle Tayo (geboren am 27.2.2015) jetzt alt. Der süße Knirps mit den langen, dünnen Beinchen darf nun endlich mit Mama und Papa ins Freie. Zum ersten Mal! Der süße Gerenuk, wie Giraffengazellen auch genannt werden, genießt die Sonnenstrahlen und tobt bereits übermütig über die große Anlage.

Noch mehr Tierbabys gibt es hier:
Am 4. April hat ein schwarz-weiß gefärbter Lama-Junge das Licht der Welt erblickt. Auch bei den Trampeltieren und Kerabaus sind seit März Jungtiere zu beobachten. Kerabau ist die Haustierform des Asiatischen Wasserbüffels. Da es europaweit nur sehr selten zu Nachwuchs bei den Kerabaus kommt, freut sich der Tierpark Berlin besonders über das am 30. März geborene Kälbchen.  Bei den Indischen Flughunden gibt es gleich sechs Flughund-Babys zu versorgen, diese hängen an ihren Müttern und sind in der begehbaren Tropenhalle im Alfred-Brehm-Haus zu sehen. Bei den Zwergeseln begeistert die süße Camilla seit Ende März die Besucher.


„Wir freuen uns sehr, dass wir mit so viel Nachwuchs in die wärmere Jahreszeit starten. Tierkinder sind einfach sehr lebhaft und darum grundsätzlich ein tierisches Highlight für unsere Tierpark-Gäste,“ so Dr. Andreas Knieriem.


Der Tierpark Berlin ist täglich von 9 bis 18.30 Uhr geöffnet.

Die Fotos dürfen für redaktionelle Zwecke mit dem Copyrightvermerk „Tierpark Berlin“ verwendet.