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Monti lernt seine Känguru-Familie kennen.

Jeden Tag zur Mittagszeit hüpft der Känguru-Junge aus dem „Ersatz-Beutel“ von Tierpfleger Jens Schnabel und startet seine aufregende Entdeckungs- und Annäherungstour. Denn nicht nur die Känguru-Anlage im Tierpark Berlin, sondern auch Montis neue Familie muss ganz genau beschnuppert werden.

Monti? Das bin ich!

Flinkwallaby Monti lernt seine Känguru-Familie kennen.

Die Welt ist wirklich aufregend! Wären da nur nicht diese verflixten und ziemlich piekenden Brennnesseln. Diesen überraschenden Erstkontakt hätte sich Flinkwallaby Monti sicherlich lieber erspart. Kurz schüttelt er sich und schon wird zum nächsten Sprung angesetzt…

Jeden Tag zur Mittagszeit hüpft der Känguru-Junge aus dem „Ersatz-Beutel“ von Tierpfleger Jens Schnabel und startet seine aufregende Entdeckungs- und Annäherungstour. Denn nicht nur die Känguru-Anlage im Tierpark Berlin, sondern auch Montis neue Familie muss ganz genau beschnuppert werden.

So eifrig der kleine Hüpfer bei der Sache ist, so zaghaft zeigen sich seine Artgenossen. Vielmehr machen sie ihrem Namen alle Ehre: Taucht Neuling Monti auf, springen allesamt flink davon. „Das ist ganz normal“, sagt Tierpfleger Schnabel, „wie auch bei uns Menschen, benötigt das Kennenlernen Zeit. Da Monti nun jeden Tag mit seinen Artgenossen spielt, sind wir überzeugt, dass er bald seinen Platz in der Känguru-Gruppe sicher hat.“

Sechs  - sieben Monate ist Flinkwallaby Monti alt, bringt stolze 1.460 Gramm auf die Waage und misst bereits 30 Zentimeter. Ein wahrer Erfolg: Als Mutter Mona starb und der Kleine sein „Zweit-Zuhause“ bei Tierpfleger Jens Schnabel fand, wog er gerade einmal 850 Gramm. Mittlerweile nimmt er täglich um die 40 Gramm zu und trinkt eifrig alle drei Stunden ca. 50 ml laktosefreie Milch. Die Laktose in regulärer Milch kann bei Kängurus zur Erblindung führen.

Gegen Monatsende, schätzt Pfleger Schnabel, wird Monti groß und mobil genug sein, um auf eigenen Beinen zu stehen und sich im Känguru-Rudel zu behaupten.