Gefleckte Power

Zwei Geparden-Brüder zogen kürzlich an die Spree und sollen zukünftig gemeinsam mit Rufaa die Geparden-Savanne des Tierpark Berlin bewohnen. Gambela und Manova, beide fünf Jahre alt, kamen am 16. Juli 2020 aus dem irischen Fota Wildlife Park nach Berlin. Nach einigen Tagen hinter den Kulissen zur Eingewöhnung lernen sie nun schrittweise ihre neue Umgebung kennen. Durch ein Kontaktgitter können die beiden erste Bekanntschaft mit Rufaa (9) machen. Bald wird es dann zum ersten direkten Aufeinandertreffen kommen. „Die meisten Katzen sind Einzelgänger“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Geparden-Männchen schließen sich häufig zu losen Verbänden zusammen. Wir sind daher zuversichtlich, dass die Zusammenführung von Rufaa und seinen beiden Artgenossen weitestgehend friedlich verläuft.“

Das (hoffentlich entstehende) Geparden-Trio bewohnt dann gemeinsam die kürzlich umgebaute Geparden-Anlage des Tierpark Berlin. Erst Ende Mai wurde dieser erste Teil der zukünftigen Afrika-Landschaft des Tierparks fertiggestellt und eröffnet. Mit sandigen, aber auch bewachsenen Untergründen entstand eine weitläufige Savannenlandschaft, die sich stark an dem natürlichen Lebensraum der Geparden orientiert. Besucher haben durch bodentiefe Scheiben direkte Einblicke in diesen Lebensraum und kommen den gefährdeten Raubtieren ganz nah.

Hintergrund
Der Gepard ist das schnellste Landsäugetier der Erde. Er kann bei der Jagd einen Sprint von bis zu 102 km/h hinlegen. Dafür ist der Körper des Geparden perfekt angepasst: Er hat lange Beine, Schultern, die er dank fehlender Schlüsselbeine quasi „aushängen“ kann und besitzt eine flexible Wirbelsäule. Der lange Schwanz dient dem Gepard als Steuerung bei hohem Lauftempo. So kann er Haken im 90-Grad-Winkel schlagen, ohne aus dem Gleichgewicht zu geraten.

Kommentar verfassen

* Pflichtangaben

Kommentare

Keine Kommentare