Moderne Konstruktionen und kniffelige Herausforderungen

Kleine Käfige adé! Zukünftig werden Nebelparder, Java-Leoparden und Co. in großzügigen Anlagen deutlich mehr Platz haben. Ganze 20 bis zu 6,80 m hohe Stahlrohr-Pylone sowie rund 22 mm dicke Stahlseile werden die aufwendigen Netzkonstruktionen tragen bzw. halten. Alleine für Nebelparder und Java-Leoparden wird jeweils eine Netzfläche von über 500 m² gespannt. Erstmals werden die Tiere so auch die Höhe ihrer naturnah gestalteten Außenanlagen nutzen können.

Neben all der beachtlichen Baufortschritte bringt so ein Umbau auch zahlreiche Herausforderungen mit sich. Schon zu Beginn der bauvorbereitenden Maßnahmen stellte sich der Zustand des Alfred-Brehm-Hauses als deutlich schlechter heraus als zunächst erwartet: Leitungen, Schächte und Fundamente waren fehlerhaft in alten Unterlagen dokumentiert und Hinterlassenschaften aus Vorwendezeiten – wie dicke Starkstromkabel mit Ölummantelung – waren in den Plänen überhaupt nicht verzeichnet. Alleine die Entsorgung Letzterer war aufwendig, zeitintensiv und ziemlich teuer. Zudem erfordert die fach- und denkmalgerechte Umgestaltung des Gebäudes einschließlich der Abstimmung mit den Interessensvertretern und zuständigen Genehmigungsbehörden deutlich mehr Zeit als zuvor angenommen. All dies hat eine Verzögerung der ohnehin aufwendigen Bauarbeiten zur Folge. Trotz der Herausforderungen wird aller Voraussicht nach aber noch in diesem Jahr ein erster Teil des Alfred-Brehm-Hauses wieder eröffnen können.

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Kommentare

28.07.2019MJ

Wie weit sind denn die Umbauarbeiten jetzt eigentlich?

26.05.2019Marco 23 Stüber

Neueröffnung am Sonntag