26.02.2012

Ein „goldiges“ Waldbüffelkind genießt mit seiner Mutter die ersten Freigänge


Die Kälber des Waldbüffels sind vielleicht die niedlichsten Jungtiere aller Wildrinder. Ihr goldfarbenes, flauschig wirkendes, dichtes Fell weckt beim Betrachter Streichellust. Doch diesen Körperkontakt würde keine Büffelmutter zulassen. In ihrer west- und zentralafrikanischen Heimat gelten die Verwandten des savannenbewohnenden Kaffernbüffels als ausgesprochen gefährliche Wildtiere. Allerdings sinkt die Gefahr eines Zusammentreffens in freier Natur kontinuierlich; denn die Bestände nehmen stetig ab und drei Viertel aller Waldbüffel trifft man ohnehin nur noch in Schutzgebieten an.
Die goldbraune Fellfarbe des am 8. Januar geborenen Kuhkalbs wird mit zunehmendem Alter ins Rotbraune wechseln und die Haartracht wird insgesamt sehr viel schütterer werden. Dem farblichen Grundton der Erwachsenen verdanken die Waldbüffel auch die ebenfalls gebräuchliche Bezeichnung Rotbüffel. Die braunen Strümpfe, das dunkle Maul und die schwarze untere Hälfte des Ohres behalten die Büffel ihr Leben lang, doch die Kontraste sind beim Jungtier besonders ausgeprägt.
Die Berliner Rotbüffelherde besteht inklusive des Jüngsten derzeit aus sieben weiblichen Tieren und einem Bullen. Noch wird das diesjährige Kälbchen allerdings nicht zur Gruppe gelassen, die Zusammenführung der kompletten Herde wird noch ein paar Tage auf sich warten lassen.
Die in Berlin gezeigte hübsche Unterart des Afrikanischen Büffels wird deutschlandweit nur in einer Handvoll Zoos gezeigt. Im Tierpark Berlin trifft man auch die noch bekannteren, oben erwähnten Kaffernbüffel an. Obwohl sich diese sowohl morphologisch und ökologisch deutlich von den Rotbüffeln unterscheiden, handelt es sich zoologisch betrachtet doch um Angehörige ein und derselben Tierart.

Hinweis für die Presse: Der kleine Rotbüffel kann am Freitag, dem 24. Februar, um 11:00 Uhr auf einer kleinen Freianlage vom Hof des Rinderreviers aus gefilmt und fotografiert werden.

Dr. Ragnar Kühne

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