Vari

(Varecia)

Varis gehören zur Gattung der Lemuren und leben in den Baumwipfeln der feuchten immergrünen Regenwälder an der Ostküste Madagaskars. Es gibt sowohl Rote Varis (Varecia rubra) als auch Schwarzweiße Varis (Varecia variegata). In Baumkronen verbringen Varis mehr Zeit als alle übrigen Lemurenarten – am liebsten mit Früchtefressen und ausgiebigen Sonnenbädern.

STECKBRIEF

Herkunft
Madagaskar

Lebensraum
Regenwälder im Nordosten und Ostküste Madagaskars

Nahrung
Früchte, Blätter, Samen, Nektar

Bestand
Keine genauen Bestandsangaben vorhanden

Größe
ca. 50 cm Körperlänge + 60 cm Schwanzlänge

Gewicht
2,5 bis 4 kg

Brut-/Tragzeit:
3-4 Monate

Erreichbares Alter
20 bis 30 Jahre in menschlicher Obhut

Wissenswertes zum Vari

Das lange, weiche Fell der Varis variiert in unterschiedlichen Farben und Mustern. Während das Körperfell der Roten Varis in rötlich-orange leuchtet, ist das Haar der Schwarzweißen Varis meist schwarz mit großen weißen Flecken auf Kopf-, Rücken und Gliedmaßen. Ihr buschiger schwarzer Schwanz kann bis zu 65 cm lang und somit länger werden, als der Körper selbst.

 

Zuhause in Madagaskar

In freier Wildbahn leben Rote Varis nur noch in der von dichtem Regenwald bewachsenen Halbinsel Masoala im Nordosten Madagaskars. Westlich davon grenzt der Lebensraum des Schwarzweißen Vari an, der in den Regenwäldern von Madagaskars Ostküste heimisch ist. Dabei leben die Madagassischen Feuchtnasenaffen am liebsten ganz oben in den Baumkronen.

 

Je höher, desto besser

Die meiste Zeit verbringen die gemütlichen Genießer in den Baumkronen mit Fressen, Streunen und ausgiebigen Ruhephasen. Da sie sich hauptsächlich von Früchten ernähren, ist ihr Leben in den Bäumen perfekt an ihr Fressverhalten angepasst. Auf dem Boden machen Varis zwar eine eher schwerfällige Figur, beweisen sich dafür jedoch auf Bäumen als wahre Kletter- und Springmeister.

 

In der Gruppe haben die Weibchen das Sagen

Fühlen Varis sich bedroht, verteidigen sie sich und ihr Territorium mit fast ohrenbetäubenden, bellenden Rufen. Dabei sind es meist die den Männchen in Größe überlegenen Weibchen, die das Territorium verteidigen. Grundsätzlich verbleiben die Jungtiere erst mal in der Muttergruppe, allerdings werden alle jungen Weibchen, sobald sie geschlechtsreif werden, aggressiv von der Mutter verjagt.

 

Stimmt es, dass...?

... Vari-Weibchen im Gegensatz zu anderen Lemuren statt einem drei Zitzenpaare haben? Ganz richtig: ein Paar sitzt in der Brustregion und zwei im Bauchbereich. Diese Laune der Natur ermöglicht ihnen Mehrlingsgeburten von bis zu fünf Jungen. Und noch etwas unterscheidet sie von anderen Lemuren: Vari-Mütter transportieren ihren Nachwuchs im Mund, während andere Lemurenbabies sich an den Bauch der Mutter klammern und später auf den Rücken wechseln.

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