Sumatra-Tiger

(Panthera tigris sumatrae)

Der Sumatra-Tiger ist die kleinste noch existente Tiger-Unterart und lebt ausschließlich in den Sümpfen und Regenwäldern der indonesischen Insel Sumatra. Wie alle Tigerarten, sind auch Sumatra-Tiger Einzelgänger, die nur während der Paarungszeit mit ihrem Partner leben.

STECKBRIEF

Herkunft
Indonesische Insel Sumatra

Lebensraum
Tiefland- bis Hochlandregenwälder und Torfmoorwälder; Sumpfgebiete

Nahrung
Groß- und Kleinsäugetiere: Hirsche, Wildschweine, Rinder, Kaninchen

Bestand
weniger als 400

Größe
Gesamtlänge 2,20 bis 2,70 m, Schulterhöhe ca. 75 cm

Gewicht
Männchen 100 bis 140 kg, Weibchen 75 bis 110 kg

Brut-/Tragzeit:
ca. 100 Tage

Erreichbares Alter
ca. 20 Jahre in menschlicher Obhut, freilebend 15 Jahre

Wissenswertes zum Sumatra-Tiger

Sumatra-Tiger sind im Vergleich zu anderen Tigerarten „kleine“ Großkatzen und unterscheiden sich durch ihr intensiv gefärbtes Fell und den dichten, markanten Backenbart. Auf Sumatra leben die letzten verbliebenen ihrer Art scheu und zurückgezogen im schwindenden Regenwald. Man schätzt, dass nur noch 350-400 wild lebende Sumatra-Tiger existieren, deshalb zählen sie zu den am stärksten vom Aussterben bedrohten Tieren.

 

Einzelgänger auf Samtpfoten

Die Männchen der Sumatra-Tiger haben in freier Wildbahn ein großes Revier, das je nach Beuteangebot zwischen 20 und 450 Quadratkilometer umfassen kann. Obwohl ein Kater das Leben eines Einzelgängers bevorzugt und dabei ausgesprochen territorial veranlagt ist, überschneidet sich sein Revier häufig mit denen von bis zu drei Sumatra-Tigerweibchen. Pärchen bilden sich aber nur zur Paarungszeit.

 

Variabler Speiseplan

Sumatra-Tiger haben einen Mordshunger. Um ihren täglichen Bedarf von fünf bis acht Kilo Fleisch zu decken, jagen sie vorwiegend Huftiere wie Wildschweine, Hirsche, Rehe und Rinder. In mageren Zeiten begnügen sie sich aber durchaus auch mit kleiner Beute in Kaninchengröße oder jagen im Wasser nach Wasservögeln oder Fischen.

 

Hinterlistige Jäger

Jeder kennt den ausgeprägten Jagdinstinkt von Katzen. Wenn ein Sumatra-Tiger auf die Jagd geht, lauert er versteckt und geduldig auf seine Beute. Sein gemustertes Fell bietet ihm dabei perfekte Tarnung. Hat er ein Tier erspäht, schleicht er sich lautlos von hinten bis auf zehn oder zwanzig Meter heran, setzt zum Sprung an und reißt seine Beute mit seinen Vorderpranken nieder. Als Einzelkämpfer teilt er seine Mahlzeit nur ungern.

 

Stimmt es, dass...?

Eigentlich sagt man Katzen nach, sie seien wasserscheue Geschöpfe. Kann es da stimmen, dass Tiger das Wasser lieben? Allerdings! Dank der entwickelten Schwimmhäute zwischen ihren Zehen sind Sumatra-Tiger extrem gute Schwimmer. An heißen Tagen nehmen sie im kühlen Nass sogar gerne ein erfrischendes Bad.

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Fütterungszeiten

täglich ca. 15:00 Uhr
außer Freitag: Fastentag im
Wo: Alfred-Brehm-Haus (Großkatzen)

alle Fütterungszeiten