Roter Panda / Katzenbär

(Ailurus fulgens)

Der allgemeine Name Panda wird vom nepalesischen "Nigalya ponya" abgeleitet und bedeutet Bambusesser. Speziell der Rote Panda wurde Anno 1821 und somit schon knapp 50 Jahre vor dem Großen Panda entdeckt. Nur ein Blick und schnell wird klar, warum die alten Chinesen ihn „Feuerfuchs“ nannten.

STECKBRIEF

Herkunft
Südasien (Himalaja-Region)

Lebensraum
feuchte Täler des Hochgebirges mit dichtem Unterwuchs von Büschen und Bambus

Nahrung
Bambus und Früchte, gelegentlich auch tierische Kost

Bestand
ca. 5000 bis 7000

Größe
51 bis 73 cm Kopf-Rumpf-Länge (28 bis 49 cm Schwanzlänge)

Gewicht
3 bis 6 kg

Brut-/Tragzeit:
4 bis 5 Monate

Erreichbares Alter
14 Jahre in menschlicher Obhut

Wissenswertes zum Roten Panda

Der Rote Panda, auch Kleiner Panda genannt, ließ sich lange Zeit nicht genau zuordnen. Als Raubtier wurde er früher noch zusammen mit dem Riesenpanda der Familie der Katzenbären zugeordnet. Allerdings beweist sein Gebiss, dass er sich ans Fressen pflanzlicher Nahrung angepasst hat und ein fast vollständiger Vegetarier wurde. Heute ordnet man Riesenpandas den Großbären zu und der Kleine Panda gilt als einziger Vertreter der Katzenbären.

 

Kleiner Panda in großer Gefahr

Katzenbären findet man nur noch in Asien im Norden Indiens und in den Bergwäldern des Himalajas (Nepal, Buthan, Myanmar, Nordindien und chinesische Provinzen Tibet, Sichuan und Yunnan). Leider setzen Wilderei und Abholzung des Lebensraumes ihrem Bestand stark zu. Trotz Verbote rücken Jäger den Tieren sprichwörtlich auf den Pelz, um aus selbigem Mützen oder Pinsel zu machen. Von den zwei lebenden Unterarten, beherbergt der Tierpark Berlin den Westlichen Kleinen Panda.

 

Ein Bär im Teddypelz

Er sieht so niedlich und harmlos aus mit seinen schwarzen Knopfaugen, dem Waschbärgesicht und seinem plüschigen rot-geringelten Schwanz – doch vor Knuddelversuchen mit einem Katzenbären wird abgeraten. Der süße „Teddy“ gilt als bissig und kann durchaus seine scharfen Krallen gebrauchen. Außerdem hält der geschickte Kletterer in so manchem Zoo den Rekord im Ausbüchsen.

 

Geknuddelt wird nur untereinander – und dann „Licht aus, bitte!“...

Dass Menschen Kleine Pandas besser nicht mit Kuscheltieren verwechseln sollten, heißt nicht, dass diese generell Liebesmuffel sind. Im Gegenteil. Zur Paarungszeit kuscheln die schüchternen Einzelgänger und bekennenden Dämmerungs- und Nachttiere durchaus – allerdings lieber im Dunklen. Ist ein Katzenbär verliebt, flirtet er mit seiner Auserwählten auf „duftige“ Weise.

 

Stimmt es, dass...?

Als Bambus bevorzugende Vegetarier bleiben Katzenbären ihrem fast rein pflanzlichen Speiseplan nicht immer ganz treu. Bietet sich den Kleinen Pandas neben dem Angebot von Wurzeln und Beeren die Gelegenheit, das Menü hin und wieder um Mäuschen, Vogeleier oder Jungvögel zu erweitern, sagen sie nicht nein und greifen zu – Tja, einmal Raubtier, immer Raubtier.

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