Löwe

(Panthera leo)

Der Löwe ist mit einer Körperlänge von etwa zwei Metern die zweitgrößte Katze unter den Raubtieren. Seinem Ruf als König der Tiere macht er neben der stattlichen Größe auch aufgrund seines großen Hungers alle Ehre – ein ausgewachsener Löwe verschlingt pro Mahlzeit bis zu 40 kg Fleisch.

STECKBRIEF

Herkunft
Afrika und Asien (Indien)

Lebensraum
Savannen, Halbwüsten, Busch- und trockene Waldlandschaften

Nahrung
Huftiere und Großwild wie Zebras, Antilopen, Büffel oder Wildschweine

Bestand
weltweit: 23.000 bis 39.000

Größe
1,70 bis 2,50 m (Schulterhöhe: 0,75 bis 1,15 m)

Gewicht
Männchen ca. 225 kg, Weibchen ca. 150 kg

Brut-/Tragzeit:
3-4 Monate

Erreichbares Alter
25 Jahre in menschlicher Obhut, freilebend ca. 12 bis 15 Jahre

Wissenswertes zum Löwen

Anders als andere Katzenarten führen Löwen ein geselliges Leben im Rudel. In der Regel leben 1-2 erwachsene Leitmännchen mit bis zu zehn Weibchen und deren Nachwuchs zusammen. Während die Löwinnen dem Rudel treu bleiben, werden männliche Leittiere nach 2-4 Jahren von jüngeren Rivalen vertrieben. Sie müssen sich oft neue Rudel erobern.

 

Asiate oder Afrikaner – der kleine Unterschied

Die im Tierpark Berlin gezeigten Asiatischen (Indischen) Löwen (Panthera leo persica) trifft man freilebend nur noch als kleine Restpopulation im Gir-Reservat in Westindien an. Von Afrikanischen Löwen unterscheiden sich die kleineren und leichteren Asiatischen Löwen äußerlich am auffälligsten durch die Hautfalte am Bauch und kürzere Mähne der Männchen, die ihre Ohren besser freilegt.

 

Neue Bosse – neuer Nachwuchs

Haben ein oder mehrere neue Leitlöwen ein Rudel übernommen, töten sie alle vom Vorgänger gezeugten Jungen, die noch von ihren Müttern abhängig, also jünger als 18 Monate alt sind. Da Löwinnen bei Verlust ihres Nachwuchses binnen weniger Tage wieder paarungsbereit sind, können die neuen Rudelbosse sofort für neuen Nachwuchs sorgen – bis sie selbst wieder vertrieben werden.

 

Löwenmütter halten zusammen

Eine Löwin bringt ihre bis zu sechs Jungen abseits des Rudels zur Welt und säugt sie zunächst allein. Nach etwa 6-8 Wochen kehrt sie mit ihrem Wurf zum Rudel zurück, wo bereits die „Tanten“ warten. Damit die neue Löwenmutter nicht auf sich allein gestellt ist, werden Löwenbabys nämlich auch von allen übrigen Löwenmüttern gesäugt und umsorgt – eine tolle „Katzenkita“.

 

Optionaler Absatz: Verschlafene Zeitgenossen

Wenn die vor allem nachtaktiven Löwen nicht gerade jagen, verbringen sie die meiste Zeit des Tages am liebsten schlafend an einem schattigen Plätzchen. Doch dieses träge Verhalten sorgt bei Zoobesuchern keineswegs für lange Gesichter, denn spätestens die Raubtierfütterung offenbart das imposante Wesen der Großkatzen und beeindruckt große wie kleine Zuschauer gleichermaßen.

 

Löwenjagd – Cleverness vs. schlechte Kondition

Wegen ihres schweren und untersetzten Körperbaus halten Löwen eine Verfolgungsjagd im Alleingang nur wenige hundert Meter durch, deshalb jagen sie meist in Gruppen. Ihre Taktik: Opfer umzingeln, aufeinander zutreiben, zuschlagen. In dem Moment, in dem das Wild die Jäger bemerkt und auf der Flucht seine verwundbare Flanke offenbart, ist es meist auch schon zu spät.

 

Stimmt es, dass...?

Schon Shakespeare bediente sich im Jahr 1596 in seiner Komödie „Ein Sommernachtstraum“ eines typischen Merkmals des Löwen. Mit seinen geflügelten Worten „gut gebrüllt, Löwe!“ erweist man heutzutage jemandem (scherzhaft) Anerkennung über seine lautstarke Bemerkung. Und tatsächlich ist das Brüllen eines Löwen nicht nur imponierend, sondern noch in einer Entfernung von bis zu acht Kilometern zu hören – und macht jedem deutlich, wer hier der Herr der Savanne bzw. im Hause ist.

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