Katta

(Lemur catta)

Der Katta gilt als Wahrzeichen seiner afrikanischen Heimatinsel Madagaskar. Besonders der auffällig lange schwarz-weiße Ringelschwanz macht ihn zum bekanntesten Vertreter der Lemuren. Spätestens seit dem singenden “King Julien” im Animationsfilm “Madagaskar” sind Kattas bei Groß und Klein bekannt und beliebt.

STECKBRIEF

Herkunft
Madagaskar

Lebensraum
alle Waldtypen und Dornbuschsavannen im Süd/ Südwesten Madagaskars

Nahrung
Blätter, Gräser, Früchte, Blüten (Leibspeise: Früchte des Tamarindenbaumes und Agavenblüten)

Bestand
Keine genauen Bestandsangaben vorhanden

Größe
45 cm lang

Gewicht
2-2,5 kg

Brut-/Tragzeit:
4-5 Monate

Erreichbares Alter
über 30 Jahre in menschlicher Obhut

Wissenswertes zum Katta

Die im südmadagassischen Trockenbusch lebenden Kattas sind ausgiebige Sonnenanbeter. Um sich aufzuwärmen, strecken sie ihre Brust bei ausgebreiteten Armen und Beinen der Sonne entgegen und verharren in dieser Lage. Im Gegensatz zu anderen Lemurenarten verbringen Kattas den größten Teil ihres Lebens allerdings auf dem Boden, nur zum Schlafen klettern sie auf die Baumwipfel.

 

In der Gruppe sind sie stark

Kattas sind ausgesprochen gesellige Tiere. Sie leben zusammen in großen Gruppen von bis zu 25 Tieren, mit mehreren Männchen, Weibchen und ihren Jungtieren. Egal, ob bei der Nahrungssuche, beim Schlafen oder beim Sonnenbaden: Kattas sind nie allein. Selbst der Nachwuchs wird von allen Weibchen gemeinsam großgezogen.

 

Hier herrscht Frauenpower!

Bei den Kattas haben immer die Weibchen das Sagen. Da sie in den Gruppen bleiben, in denen sie aufgewachsen sind, bilden sie den Kern des Trupps, während die Männchen die Gruppe mit drei bis fünf Jahren verlassen müssen. Ihr dominanter Rang erlaubt es den Weibchen zuerst zu fressen. Erst danach sind die Männchen dran. 

 

Der Duft entscheidet

Der Ringelschwanz der Kattas sieht nicht nur toll aus, er ist besonders wichtig zur Klärung der Rangordnung. Um sich mit Konkurrenten um die Gunst des anführenden Weibchens zu messen, wedeln sie sich mit ihren Schwänzen bei wahren "Stinkkämpfen" so lange an, bis einer aufgibt. Wer am längsten „stinkt“, darf sich mit dem Weibchen paaren.

 

Stimmt es, dass...?

Kattas gehören zwar den Primaten an, aber manche ihrer Rufe und Laute klingen nach bekannten Haustieren. Fühlen Kattas sich wohl, schnurren sie wie eine Katze. Warnen sie ihre Artgenossen vor Gefahren, klingt ihr Laut wie das Bellen eines Hundes. Und wenn sie sich vor der Nachtruhe zurufen, um sicher zu gehen, dass alle da sind, könnte man sogar meinen, man hört einen Uhu.

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