Eisbär

(Ursus maritimus)

Mit seiner Gesamtlänge von bis zu drei Metern zählt der Eisbär, auch Polarbär genannt, zu den weltgrößten Landraubtieren. In seiner Heimat in der Arktis hat er keine natürlichen Feinde und verbringt seine Zeit als Einzelgänger mit ausgiebigen Jagdzügen nach Robben.

STECKBRIEF

Herkunft
Arktis

Lebensraum
Küsten und Packeisbereiche

Nahrung
Robben, Fische, Kleinsäuger, Beeren, Früchte

Bestand
20.000 bis 25.000

Größe
2,50 m Länge, Schulterhöhe bis 1,60 m

Gewicht
Weibchen 300 kg, Männchen bis zu 600 kg

Brut-/Tragzeit:
Insgesamt 8 bis 9 Monate
Davon 2-3 Monate Zeitraum zwischen verzögerter Einnistung und Geburt

Erreichbares Alter
ca. 41 Jahre in menschlicher Obhut

Wissenswertes zum Eisbären

Eisbären sind für ein Leben in der Arktis perfekt ausgerüstet. Während der beutereichen Zeit futtern sie sich eine zehn Zentimeter dicke Fettschicht an. Zusammen mit dem dichten Fell hält sie den Eisbären bei eisigen Temperaturen von Minus 50 Grad Celsius warm. In Hungerperioden, z.B. während der Schwangerschaft und Säugezeit des Weibchens, dient diese Fettschicht zudem als Energiespeicher.

 

Träge an Land – im Wasser galant

Eisbären begeben sich bei Beutesuche entlang der Küste und auf dem Packeis auf ausgiebige Wanderschaft. Bei starker Anstrengung und beim Rennen können sie allein über ihre Zunge überschüssige Körperwärme nach außen abgeben, weshalb sie sich lieber langsam bewegen. Unter Wasser aber nutzen sie ihre breiten Tatzen mit Schwimmhäuten zwischen den Zehen wie Paddel und sind dadurch echte Dauerschwimmer.

 

Eisbärenbabys so klein wie Meerschweinchen

Werdende Eisbärenmütter verkriechen sich zwischen November und Januar in einer Schneehöhle um ihre Babys zur Welt zu bringen und zu säugen. Bei Geburt sind die Jungen nackt, blind, taub und kaum größer als Meerschweinchen. Erst nach drei Monaten verlässt die Mutter mit den Kleinen die Höhle. Während der Nachwuchs fast zehn Kilo zugelegt hat, ist die Eisbärin mächtig abgemagert und muss viele Robben fressen, um die hungrigen Bären noch 17 Monate mit Muttermilch satt zu kriegen.

 

Stimmt es, dass...?

Kann es wirklich sein, dass Eisbärenweibchen ihre Schwangerschaft verschieben können? Tatsächlich können sie die Einnistung der zwischen April und Juni befruchteten Eizelle bis zu einem halben Jahr verzögern. Ist genug Speck für den Winter angefuttert, beginnt ihre Tragzeit von nur noch zwei bis drei Monaten.

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