„Proyecto Taguá“ Schutzprogramm für Chaco-Pekaris

Chaco-Pekari – eigentümlich und bedroht

Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters und ein Chaco-Nabelschwein, auch Chaco-Pekari oder Taguá genannt, hat es im Vergleich zu anderen possierlichen Tieren sicher nicht leicht, Herzen zu gewinnen. Dabei braucht gerade seine Art besonderen Schutz. Als größtes der drei Nabelschweinarten lebt das Chaco-Pekari im trockenen Chaco im Dreiländereck von Paraguay, Bolivien und Argentinien.

Doch der Dornbuschwald des Trockenchaco wird durch die sich stetig ausbreitende und stärker werdende Rinderzucht in Weideland umgewandelt – der Lebensraum verschwindet und mit ihm auch die Taguá. Man schätzt die Zahl der im paraguayischen Chaco lebenden rauen Schönheiten auf nur noch 2000-3000 Tiere. Zum Schutz des Chaco-Pekari gründeten die Zoologische Gesellschaft San Diego und andere nordamerikanische Zoos 1985 die Schutz- und Zuchtstation „Proyecto Taguá“ in Fortin Toledo in Paraguay.

Der Tierpark Berlin unterstützt die Forschungs- und Zuchtstation „Proyecto Taguá“

In der Station leben derzeit etwa 100 Chaco-Pekaris in mehreren Gruppen. Es ist das erste und bis heute einzige Schutz- und Zuchtprogramm für diese bedrohte Nabelschweinart in Südamerika. Bis dato ausschließlich von US-Zoos finanziert, reisten die ersten von dort stammenden Nachzuchttiere 1996 in die USA, um das Zuchtprogramm auch dort zu etablieren. Die ersten Nachzuchten aus den USA kamen 2012 nach Europa – in den Tierpark Berlin, wo 2013 die europäische Erstzucht gelang.

Seit 2013 beteiligt sich der Tierpark Berlin als erster europäischer Zoo auch finanziell an der Unterhaltung der „Proyecto Taguá“ Zuchtstation in Paraguay. Mit dem Geld ermöglicht der Tierpark den Neu- und Ausbau von Gehegen, den Einkauf von Futter und Medikamenten sowie Forschungs- und Schutzprojekte der seltenen Art der Chaco-Pekaris.

Mehr Informationen unter www.cccipy.org