Botschafter fürs Freiland

Unsere Berliner Eisbären haben einen wichtigen Job: Sie sind wie alle Eisbären in Zoos und Tierparks Botschafter für den Artenschutz ihrer freilebenden Verwandten – und die haben es bitter nötig, denn das Wasser steht den Eisbären sprichwörtlich bis zum Hals. Ihr Bestand nimmt dramatisch ab, da ihre Lebensgrundlage schmilzt: Das Packeis.

Seit 2006 wird der Eisbär auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als gefährdet eingestuft – klingt harmlos, ist jedoch alles andere als das. Er steht kurz davor, für immer von unserem Planeten zu verschwinden.

Wesentlichster Grund: Der rasante Klimawandel
Das Polareis in der Arktis ist nicht nur der Lebensraum der imposanten Raubtiere – es ist auch die „Klimaanlage der Erde“, da es Licht und Wärme der Sonne zurück ins All reflektiert. Geht das Eis zurück, kann logischerweise weniger reflektiert werden. Der Ozean nimmt die Wärme auf, was erheblich zur Änderung des Weltklimas beiträgt. Satellitenaufzeichnung belegen, dass die polaren Eismassen seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1979 alle 10 Jahre um mehr als 11 Prozent zurückgehen.


Artenschutz-Projekte und Klimaschutz-Maßnahmen sind dringend nötig

Eisbären sind auf festes Packeis angewiesen, um Robben zu jagen und sich Fett-reserven anzufressen. Als Folge der globalen Erderwärmung schmilzt es und die Tiere stranden am Ufer. Ihre Beutechancen nehmen ab, sie zehren, werden zusehends kraftloser, Junge können kaum noch überleben.

Auch ihre wichtigsten Beutetiere, die Ringelrobben, sind auf die Eismassen angewiesen. Denn: Ohne festen Boden unter den Flossen keine Geburt und keine Aufzucht des Nachwuchses. Und damit wiederum weniger Beutechancen für die Eisbären… ein Teufelskreis.

Der arktische Lebensraum verändert sich so schnell, dass sich seine Bewohner nicht daran anpassen können. Eine wichtige Chance ist der Stopp des Klimawandels – also ein deutlich geringerer Ausstoß an Seit 2006 gilt auch der Eisbär als gefährdet.
Kohlendioxid.

Zusätzlich setzen Öl- und Gasförderung, verschmutzte Meere und Schifffahrt dem weißen Riesen zu. Laut Medienberichten sind die Eisbärenbestände in Alaska und Nordwestkanada seit Beginn des Jahrhunderts um rund 40 Prozent zurückgegangen. Der weltweite Zahl wird auf gerade einmal 20.000 Tiere geschätzt – und täglich werden es weniger.


Unser Einsatz
Die Zoologischen Gärten Berlin unterstützen die Non-Profit-Organisation „Polar Bears International“ finanziell. PBI erforscht Verhaltensveränderungen in Sachen Aufzucht und Jagd, bevorzugte Rückzugsräume und Wanderbewegungen im Freiland. Das Ziel: Schutzzonen einrichten, in denen die Tiere genug Nahrung finden und Nachwuchs ungestört großziehen können.

Aktuell fördern wir ein Forschungsprojekt, das dank modernster Kameratechnik Geburtshöhlen ungestört beobachten kann.

Spendenkonto Tierpark Berlin

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