Wiederauswilderung von Wildpferden

Neue alte Heimat für die bedrohten Przewalski-Urwildpferde

Früher besiedelte das Urwild- oder Przewalskipferd die winterkalten Steppen Asiens von Kasachstan bis China. Mit der letzten Sichtung eines freilebenden Urwildpferdes im Takhi-Tal (Tal der Wildpferde) in der Mongolei im Jahr 1969, galt es als ausgerottet. Ab 1986 begann man mit der Rückführung von Nachzuchttieren aus Zoologischen Gärten in die ursprüngliche Heimat. 

Der Tierpark Berlin hilft aktiv bei der Wiederansiedlung der Urwildpferde

Seit 1958 hält der Tierpark Berlin Wildpferde und beteiligt sich schon seit 1963 an der Erhaltungszucht. Hierfür werden seit 1959 alle Wildpferde in einem Internationalen Zuchtbuch im Zoo Prag dokumentiert und die Zucht seit 1986 europaweit in einem gemeinsam koordinierten Erhaltungszuchtprogramm gemanagt. Insgesamt reisten 17 im Tierpark Berlin geborene Przewalskipferde in Kooperationen mit der Oberwil-Stiftung, der International Takhi Group sowie den Zoologischen Gärten Nürnberg und Prag zurück in die Heimat ihrer Vorfahren. 1985 und 1990 flogen insgesamt elf Tiere nach China, 1998 fünf Tiere ins Takhi-Tal in die Mongolei und zuletzt reiste die Stute „Barca“ 2013 in die Mongolei in den Gobi B-Nationalpark. Nach einem Jahr der Eingewöhnung wurde „Barca“ im Sommer 2014 dann endgültig ins Freiland gelassen.

Der Erfolg der Bemühungen zahlt sich aus: Im Freiland in China und der Mongolei konnten wieder kleine Bestände aufgebaut werden, sodass der Bedrohungsstatus der Przewalski-Urwildpferde seit 2011 auf „bedroht“ heruntergestuft wurde.

Weitere Informationen unter www.takhi.org