Ruhiges Paar aus Südamerika sucht nette Mitbewohner

Vergesellschaftung: Tierische Wohngemeinschaften im Tierpark Berlin

Agatha, Agnes und Chantal leben in einer Wohngemeinschaft. Wie man das eben so macht, in Berlin. Die Hauptstädterinnen teilen sich ihr Zuhause mit einem südamerikanischen Pärchen und Mitbewohnern vom Amazonas. Das Zusammenleben verläuft problemlos. Keiner kommt dem anderen in die Quere, das Miteinander ist harmonisch. Einen Putzplan gibt es nicht, täglich kommt eine Reinigungskraft. Auch das Essen wird gebracht.

Hilfe, mein Mitbewohner ist ein Ameisenbär!

Agatha, Agnes und Chantal sind Azara-Agutis. Sie leben im Tierpark Berlin, zusammen mit den Mittleren Ameisenbären Anton und Inti und einer Gruppe Krallenäffchen, den Kaiserschnurrbarttamarinen.
  

Die Tier-WG ist trendy

Die Wohngemeinschaft ist nicht nur bei den menschlichen Bewohnern der Hauptstadt eine beliebte Form des Zusammenlebens. Auch im Tierpark Berlin gibt es viele solcher „WGs“. Auf der Lemureninsel am Varihaus teilen sich beispielsweise die Mongozmakis Benson und Lysianne das Gehege mit den Schwarzweißen Varis Gustav und Wodka. Im Dickhäuterhaus leben die Rothandtamarine mit den Flachland-Pakas zusammen. Asiatische Wasserbüffel bilden eine WG mit den Langohrziegen, die Rothschildgiraffe sind mit einem Paar Afrikanischer Marabus in bester Gesellschaft. Unterschiedliche Känguru-Arten teilen sich eine Behausung,  verschiedene Hirsche, sowie Gazellen und Antilopen, zählen ebenfalls zu den tierischen WG-Bewohnern. Ab Sommer wird außerdem eine neue Wohngemeinschaft gegründet: Baumstachler und Schwarzschwanz-Präriehund sollen sich dann als neue Nachbarn vorgestellt werden. 

Nicht nur eine Zweck-WG

Vergesellschaftung lautet das Fachwort für das tierische Zusammenleben und die macht absolut Sinn: „Einige Tierarten leben auch im Freiland in zwischenartlichen Vergesellschaftungen zusammen, mit teils ganz unterschiedlichem Nutzen“, sagt Kurator Christian Kern über die WGs im Tierpark Berlin, „diese natürliche Lebensweise wollen wir da, wo es möglich ist, auch im Tierpark nachempfinden. Durch  Vergesellschaftungen entstehen immer wieder neue und abwechslungsreiche Situationen für Tiere, die sie geistig und körperlich meistern müssen. Dies wiederum ist eine Form der Beschäftigung für unsere Tiere und auch für unsere Besucher, die so immer wieder spannende Einblicke in die Tierwelt gewinnen können.“

Agatha, Agnes, Chantal und all die anderen freuen sich über euren Besuch im Tierpark

Und sie haben ihren menschlichen WG-Kollegen gegenüber einen entscheidenden Vorteil: sie müssen nicht mal aufräumen, wenn sich Gäste ankündigen!

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